Die Schrift spricht an mehreren Stellen davon, dass Christus der Felsen ist. Dieser Felsen wird in unterschiedlichen Varianten beschrieben. Ich möchte dich mit zwei verschiedenen Aspekten davon ermutigen.

Das erste Wort steht im 1. Petrus 2,4: “Zu ihm, zu Christus, kommend als zu einem lebendigen Stein, von Menschen zwar verworfen, bei Gott aber auserwählt, kostbar. Lasst euch auch selbst als lebendige Steine aufbauen, als ein geistliches Haus, ein heiliges Priestertum, um geistliche Opfer darzubringen, Gott hochwillkommen durch Jesus Christus.” Hier wird von diesem Stein gesprochen, der Jesus selbst ist. Ein unerschütterlicher Fels, der, egal was um uns herum geschieht, nicht wankt. Zu ihm sollen wir kommen.

Ich glaube, das ist gerade in der Situation, in der wir uns im Moment befinden, eine ganz wichtige Botschaft an uns, dass wir, als die, die Jesus schon kennen, wirklich herausgefordert sind. Stehen wir wirklich auf dem Felsen Jesus, oder erschüttern uns die Dinge, die im Moment in der Welt passieren noch? Insofern ist es ein Zeit der Gnade, in der wir sind. Gott nimmt uns die Dinge weg, die uns nur scheinbar Leben geben. Du kannst kein Fußballspiel mehr im Stadion angucken, du kannst vielleicht auch nicht mehr ins Theater gehen, vielleicht wird auch das Schwimmbad geschlossen oder du kannst nicht mehr essen gehen. Das sind alles Dinge, die zwar Freude machen, aber die am Ende kein Leben geben. Ich empfinde, dass das auch eine Gnade ist, dass Gott sagt: „Ich nehm euch das alles nochmal weg, damit ihr merkt, wo ihr eigentlich steht, lass dich nochmal prüfen!” Er tut das nicht, weil er dich zerstören möchte, sondern weil er dich fester gründen will auf Jesus, der der Felsen ist.

Der zweite Aspekt in diesem Wort spricht davon, dass du auch selbst ein lebendiger Fels, ein lebendiger Stein wirst, wenn du auf Jesus stehst. Das heißt, du selbst wirst zu einer unerschütterlichen Person. Dann können sich Menschen in deiner Umgebung an dir orientieren, weil sie merken, dass du nicht getrieben bist von den Nachrichten und von Angst, sondern dass du weißt, wo du stehst. Sie merken, dass du den Gott kennst, dem du gehörst und dass du für ihn zeugst, egal wo du bist.

Es gibt noch ein Wort im Korintherbrief, das ich ergänzend dazu lesen möchte. Es geht da um das Volk Israel, das durch die Wüste gewandert ist. 1. Korinther 10,4: “Und alle haben dieselbe geistliche Speise gegessen und alle den selben geistlichen Trank getrunken. Denn sie tranken aus einem geistlichen Felsen, der sie begleitete. Der Fels aber war der Christus.” Hier sehen wir diese andere Wirklichkeit, die auch zu dem Felsen gehört. Schon im alten Testament, als das Volk Israel durch die Wüste ging und sie auch nichts hatten, was die Welt zu bieten hat, haben sie davon gelebt! Wir sehen, dass Christus eine ewige Wirklichkeit ist, die unerschütterlich ist, aus der Leben fließt! Hier steht, dass aus diesem geistlichen Felsen, der mit wandert, durch alle Wüsten, durch alle Stürme, durch alle Bedrängnisse, durch alle Herausforderungen, Wasser fließt und geistliche Speise für deinen inneren Menschen. Zusätzlich dazu, dass du auf dem Felsen Jesus stehen kannst, ist dieser auch noch die Quelle deiner Ernährung. Du kannst dort alles bekommen, was deinen inneren Menschen stark macht. Aus Jesus fließt das Wasser seines Heiligen Geistes.

Such ihn doch einfach in dieser Zeit nochmal ganz besonders, dass du ihn erkennst als den, der wirklich unerschütterlich ist und dass er beginnt, in dir zu einer unerschütterlichen Wahrheit zu werden, von der du lebst. Dann kann in deiner Umgebung den Menschen wirklich Hoffnung begegnen, weil Wasser fließt, wenn sie dir begegnen. Dann fließt von dir lebendige Speise, dann können die Menschen sehen, dass es Nahrung gibt, die die Welt nicht geben kann und dann werden sie Hunger danach bekommen. Und da freu ich mich drauf!